Was sind die Eröffnungsgründe für eine Privatinsolvenz?

Wer ein Insolvenzverfahren anstrebt, hat nach neuer Gesetzeslage die Chance, in drei Jahren schuldenfrei zu werden. Allerdings kann nicht jeder Verbraucher eine Privatinsolvenz durchführen. Es müssen nämlich bestimmte Eröffnungsgründe vorliegen, damit das Insolvenzverfahren tatsächlich eröffnet wird. Insgesamt gibt es drei mögliche Eröffnungsgründe für eine Privatinsolvenz.

Aus diesen drei Gründen kann ein Insolvenzverfahren eröffnet werden

Um ein Insolvenzverfahren eröffnen zu können, muss einer der folgenden drei Gründe vorliegen:

1. die Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO
2. die drohende Zahlungsunfähigkeit nach § 18 InsO
3. die Überschuldung nach § 19 InsO


Eine Zahlungsunfähigkeit liegt dann vor, wenn Sie als Schuldner nicht in der Lage sind, aus ihrem verfügbaren Einkommen die fälligen Verbindlichkeiten zu bezahlen. Allerdings darf die Zahlungsunfähigkeit nicht nur kurzfristig über einige Wochen gegeben sein. Sie werden nur dann als zahlungsunfähig eingestuft, wenn davon auszugehen ist, dass Sie auch in Zukunft Ihre Schulden nicht zurückzahlen können. Eine bereits drohende oder zu erwartende Zahlungsunfähigkeit kann ebenfalls ein Eröffnungsgrund für das Insolvenzverfahren sein. Der Eröffnungsgrund der Überschuldung bezieht sich dabei primär auf das Insolvenzrecht bei Unternehmen.

Für Sie als Schuldner ist es wichtig, dass Sie sich von einem Schuldnerberater oder Anwalt zu Ihren Möglichkeiten der Privatinsolvenz beraten lassen. Nicht immer muss direkt ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. In vielen Fällen kann die Situation auch ohne eine Privatinsolvenz gelöst werden.

Sollten Sie dennoch die Privatinsolvenz antreten, können Sie nach neuer Gesetzeslage bereits nach drei Jahren schuldenfrei werden. Die Bundesregierung hat nämlich das Insolvenzrecht entsprechend geändert und die Dauer des Insolvenzverfahrens von sechs auf drei Jahre verkürzt.

Gläubiger- und Forderungsverzeichnis als Voraussetzung für die Privatinsolvenz!

Mit der Bestellung der Finanzenbox erhalten Sie das Gläubiger- und Forderungsverzeichnis in 48 Stunden.

Hier können Sie den Insolvenzantrag kostengünstig, bequem von zu Hause aus ausfüllen.

Da der komplette Insolvenzantrag sehr umfangreich und schwer verständlich ist, empfehlen wir, den Antrag direkt online auszufüllen. Wir raten davon ab, ihn in Papierform oder per PDF zu nutzen. Wir bieten dafür auf nullschulden.de eine einfache und schnelle Ausfüllhilfe an. Auf der Seite leiten wir Schuldner, die einen Insolvenzantrag stellen wollen, schnell durch die verschiedenen Schritte des Insolvenzantrages.

Außerdem können Sie über unsere Partner die Anlagen 2 und 2 A des Insolvenzantrages anfordern. Das spart Zeit und Geld. Die Dokumente können im Anschluss fertig ausgefüllt ausgedruckt werden. Es ist außerdem möglich, fehlende Anträge anzufordern oder Angaben zu ergänzen. Mit diesem Service bieten wir Schuldnern den Vorteil, dass Sie Fehler beim Insolvenzantrag vermeiden und die Eröffnung des wichtigen Insolvenzantrages in jedem Fall gelingt.